Aktuelles im Geopark Schieferland

 Auszeichnung Bayerischer Repräsentant Gestein des Jahres 2019 - Schiefer

 

 

 

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21.05.2019

Gestein des Jahres 2019 - der Schiefer

Bayerns Repräsentant für das Gestein des Jahres 2019 ist der Schallersbruch in Ludwigsstadt.

Dies gab Dr. Roland Eichhorn, Leiter des Geologischen Dienstes am Bayerischen Landesamt für Umwelt am 21. Mai 2019 bei der offiziellen Prämierung bekannt.
"Die Ludwigsstädter haben es geschafft, dass ihr Blaues Gold, wie der Schiefer genannt wird, auch heute noch Groß und Klein in seinen Bann zieht", begründet Eichhorn die Jury-Entscheidung.
Zahleiche ehrenamtliche Naturfreunde haben gemeinsam mit der Stadt Ludwigsstadt, dem Naturpark Frankenwald und dem Geopark Schieferland einen geologischen Lehrpfad rund um den Eisenberg angelegt. Am Bruchrand des Schallersbruchs wurde eine spektakuläre Aussichtsplattform errichtet. Von dort aus bietet sich eine grandiose Aussicht auf den von Menschenhand geschaffenen Schlund der Erde.

Kein Gestein hat den Frankenwald so geprägt wie der Schiefer. Hier sind in vielen Städten und Dörfern die blau-schwarzen Schieferdächer und -fassaden im Ortsbild charakteristisch. Rund um den Eisenberg bei Ludwigsstadt im Frankenwald gibt es zahlreiche Spuren eines einst regen Schieferabbaus.
Der 1889 vom Bäckermeister Heinrich Schaller gegründete Schallersbruch imponiert mit seiner mehr als 40 Meter in die Tiefe ragenden Abbauwand. Bis zu 20 Arbeiter bauten dort jährlich 400 Tonnen Schiefer ab, weshalb dieser gewaltige Abbruch in nur 23 Jahren entstanden ist. Das Areal der Dachschieferbrüche am Eisenberg war zeitweise das größte Schieferbergbaurevier Bayerns.

Ludwigsstadt war noch bis weit nach Ende des Schieferabbaus im Jahr 1960 eines der Zentren der Schultafel-Herstellung in Deutschland. Heute werden die Schieferbrüche langsam von der Natur zurückerobert. Die alten Brüche und Halden sind Lebensräume für seltene Pflanzen und Tiere, die auf solchen nährstoffarmen Böden leben können.