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23.07.2018

Gestein des Jahres 2018 - Stockheimer Steinkohle

Das Bayerische Landesamt für Umwelt prämiert die Stockheimer Steinkohle als Gestein des Jahres 2018.

Fünfzig Jahre nach Schließung der Katharinenzeche in Stockheim dürfen sich Knappenverein, Bergmannskapelle, Förderverein Bergbaugeschichte und die Gemeinde Stockheim über eine besondere Auszeichnung freuen: Bayerns Repräsentant für das Gestein des Jahres 2018 ist das Steinkohle-Geotop. Dies gab der Chef-Geologe am Landesamt für Umwelt, Dr. Roland Eichhorn, anlässlich der Prämierung im Beisein der Repräsentanten von Geopark Schieferland und Naturpark Frankenwald auf dem Stockheimer Bergbauareal bekannt.

Seine Argumentation: "Stockheim hat Außergewöhnliches zu bieten. Denn es ist der einzige Ort in ganz Bayern, in dem das "Schwarze Gold", die Steinkohle, für Besucher sichtbar freigelegt wurde. Die Gemeinde Stockheim habe gemeinsam mit dem Förderverein Bergbaugeschichte Stockheim/Neuhaus durch umfangreiche Geotop-Pflegemaßnahmen die Bergbaugeschichte der Region lebendig gemacht. Auf dem Gelände der ehemaligen Katharinenzeche sei die Steinkohle aufwändig frei gegraben und als Ausflugsziel und Lernort mit Sitzstufen und Überdachung gestaltet.
In Zusammenarbeit mit dem Geopark Schieferland sei außerdem der "Bergbau-Erlebnispfad-Dachsbau" - ein Wanderweg durch das Bergbaurevier, mit Infos zur Geologie und Bergbaugeschichte, entstanden. "Dieses ehrenamtliche Engagement wird mit der Prämierung besonders gewürdigt", betonte Eichhorn. Weiter sagte er, dass sich im Großraum Stockheim die wichtigsten Steinkohle-Bergwerke Bayerns befanden. So sei von 1756 bis 1968 hier Kohle gefördert worden. Danach war Schicht im Schacht! So sei dieses Jahr die Wahl auf die Stockheimer Steinkohle gefallen. "Wir stehen hier an der einzigen Stelle in ganz Bayern, an der Steinkohle in natura betrachtet werden kann."

Bürgermeister Rainer Detsch zeigte sich hoch erfreut über die hohe Auszeichnung durch das Bayerische Landesamt für Umwelt. Dies sei ein weiterer Motivationsschub für die Fortführung der bergmännischen Traditionspflege, die sich auf einem hohen Niveau befinde. Vor allem für die Jugend habe die Wertevermittlung zugenommen, denn der Steinkohlen-Bergbau im Haßlachtal sei ein Stück Heimat. Ja, er habe bayernweit ein Alleinstellungsmerkmal. Daraus ergebe sich eine identitätsstiftende Geschichte.

Von Gerd Fleischmann.