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29.03.2019
Auf den Spuren des oberfränkischen Goldes

Veranstaltung im Rahmen des Jubiläumsjahres 250 Jahre Alexander-von-Humboldt

Vortrag von Herr Dr. Roland Eichhorn, Leiter des Staatlichen Geologischen Dienstes Bayern am Landesamt für Umwelt.

Beginn: 17 Uhr, Café Mordlau Bad Steben


An vielen Orten Bayerns berichten uralte Sagen und Legenden von unermesslichen Goldschätzen, die einst in der Erde vergraben waren.

Mit der vorzeitigen Abdankung des kinderlosen Markgrafen Alexander 1792 und Übergabe der fränkischen Fürstentümer Ansbach und Bayreuth an Preußen war die preußische Regierung an einer schnellen Bestands-aufnahme der neuen Besitztümer interessiert. Dazu gehörte u. a. auch das königliche Berg- und Hütten-wesen. Dafür schickte der zuständige Minister den zwar noch sehr jungen, aber ebenso erfahrenen Alexander von Humboldt 1792 zu einer Inspektionsreise in die fränkischen Gebiete. Von Interesse war u. a. der seit dem 12. Jahrhundert betriebene, aber seit geraumer Zeit darniederliegende Goldbergbau, der vormals von erheblichem Reichtum kündete.

Erstmals haben jetzt Geowissenschaftler vom Bayerischen Landesamt für Umwelt den Freistaat systematisch nach Spuren früherer Goldgräbertätigkeiten untersucht. Mit einem erstaundlichen Ergebnis: Mehr als 30 Gebiete - vom Frankenwald bis zu den großen Flüssen Isar und Inn - waren vor Jahrhunderten Ziele von Goldschürfern. In den vergangenen 700 Jahren haben Bergleute vermutlich die beeindruckende Menge von 15 Tonnen Gold aus bayerischen Gesteinen gewonnen - nach heutigen Goldpreisen wären das immerhin 500 Millionen Euro. Was sogar die meisten Einheimischen icht wissen - rund ein Viertel der goldenen Geotope befindet sich in Oberfranken.

Woher die Glücksritter kamen, welche Märchen sich um die verwunschenen Orte im Wald ranken und wie man bis heute erhaltene Spuren dieser fast vergessenen Bergbaugeschichte auf eigene Faust entdecken kann, darüber berichtet Herr Dr. Roland Eichhorn in seinem Vortrag.

Der Eintritt ist frei. Gäste sind herzlich willkommen




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